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Bank Austria-Durchsuchungen wurden ausgeweitet

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Dienstag, 08. September 2009 18:35  

08.07.2009 | 16:13

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Bank Austria-Durchsuchungen wurden ausgeweitet

Wie nun bekannt wurde, haben die Ermittler im Zuge der Ermittlungen rund um Devisen-Spekulationsgeschäfte der Bank Austria nicht nur mehrere Standort der Bank durchsucht, sondern auch Mitarbeiter-Wohnungen durchkämmt. Es sei "massenhaft" Material sichergestellt geworden, die BA behält sich rechtliche Schritte vor.

In der Causa Devisenoptionsgeschäfte der Bank Austria sind in der Justiz umfangreiche Ermittlungen im Gang. Einen Tag nach spektakulären Hausdurchsuchungen in Bank Austria-Filialen (Oberwart, Eisenstadt, St. Pölten) sowie in der Treasury/Sales-Zentrale der Bank in Wien ist die Justiz dabei, die dort sichergestellten Unterlagen und Dokumente zu sichten. Danach wird der Fall "in nächster Zeit" auf den Tisch der zuständigen Haft- und Rechtsschutzrichterin am Gericht in Eisenstadt gelangen.

Zuständig für den Fall ist die Staatsanwaltschaft Eisenstadt, weil das Gericht in der burgenländische Hauptstadt der Ort war, an dem die Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts gegen zwei Bank Austria-Mitarbeiter begonnen haben.

Hausdurchsuchungen habe es auch an drei Wohnorten der zwei Bankangestellten gegeben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Eisenstadt, Petra Schweifer, am Mittwoch zur APA. Derzeit seien keine weiteren Durchsuchungen vorgesehen.

Es seien "massenhaft Unterlagen" gesichert bzw. sei deren Sicherung in die Wege geleitet worden, so die Staatsanwaltschaftssprecherin. Für das Landesgericht Eisenstadt sei die Causa ein "sehr umfangreicher" Fall. Den mutmaßlichen Schaden will man bei Gericht noch nicht beziffern, bisherige Hinweise zeigten aber in "Millionenhöhe".

Vor richterlichen Entscheidungen, also auch in der Frage, ob es zu Anklageerhebungen kommt, muss der Sachverhalt so aufgeklärt werden, dass er gerichtlich aufzuarbeiten ist, heißt es bei der Justiz. Die Materie sei kompliziert. Möglich, dass noch Gutachter beigezogen werden müssten.

Schon gestern hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass der Verdacht auf schweren Betrug lautet. Auf welche konkreten Geschäftsfälle sich die richterlichen Hausdurchsuchungsbefehle bezogen, wurde von der Staatsanwaltssprecherin vorerst nicht offen gelegt.

Ins Rollen gebracht haben dürfte die gestrigen Razzien wie berichtet eine Strafanzeige einer Wiener Anwaltskanzlei, die rund 130 Anleger vertritt, die sich durch großvolumige und riskante Devisenoptionsgeschäfte mit der Bank Austria geschädigt fühlen. Nach APA-Informationen geht es in dem seit Jahren laufenden Rechtsstreit nach Ausbruch der Finanzmarktkrise mittlerweile um ein paar hundert Millionen Euro. In der Strafanzeige war von Täuschungen bzw. unterlassenen Verlusthinweisen sowie Verschleierungen die Rede und dem Tatbestand des Betrugs - Vorwürfe, die die Bank Austria schon gestern scharf von sich wies.

Dem Vernehmen nach umfasste der Kreis der Anleger, die durch Spekulationsgeschäfte enorme Summen verloren haben sollen, Gemeinden, Gemeindeverbände, Unternehmer, aber auch zahlreiche Privatanleger. Der Schwerpunkt der Geschädigten liege im Raum Wien, Niederösterreich und Burgenland. Es gibt aber auch einige Fälle in Tirol.

Die Bank Austria hat alle Vorwürfe in dieser Causa auch heute von sich gewiesen. Für die Mitarbeiter gelte die Unschuldsvermutung. Die Vorgangsweise der Justiz (Hausdurchsuchungsbefehl) ist in den Augen der Bank unverhältnismäßig. Die Bank prüft rechtliche Schritte gegen diese Erhebungsmethoden, zumal man ohnedies mit den Behörden kooperiere, so Banksprecher Martin Halama. Die Bankjuristen haben 14 Tage Zeit, die Beschwerde einzureichen.

(APA)

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4 Kommentare

Unschuldsvermutung?

aber bitte keine öffentlichen Gelder für diese Bank aus dem Hilfspaket, wenn sich der Verdacht erhärtet!

Von Gast: Gast: Hampel am 09.07.2009 um 08:58

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Unverhältnissmäßigkeit?

Bei Meinl hat die BA ja noch kräftig applaudiert und jetzt soll es auf einmal unverhältnissmäßig sein!

Wo bleibt den hier der VKI und der Herr Sozialminister? Wie vermessen anzunehmen das sich nur einer der beiden engagiert wo doch die BA der roten Reichshälfte zugehörig ist....

Von Gast: Gast: elch am 09.07.2009 um 08:50

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Re: Die Rechtschreibung ist ein Hund

Meiner Ansicht nach sollte hier zuerst mal die Rechtschreibung geübt werden.

Richtig wäre: „unverhältnismäßig” und „dass sich ...”

Von Gast: Gast: Helmut am 09.07.2009 um 13:13

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Re: Sozialminister ?

Ich war der Meinung, die BA wäre seit Jahren im Besitz der italienischen UniKredit Bank ? also welche Reichshälfte wäre das dann ?
Und was soll der Sozialminister da machen ?

Von Gast: TheBlues am 09.07.2009 um 09:31

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